Masterarbeit

Voraussetzungen für die Masterarbeit am Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement

Für alle Stu­die­ren­de, die an unse­rem Lehr­stuhl ihre Mas­ter­ar­beit anfer­ti­gen möch­ten, gilt die Rege­lung, dass das Mas­ter­se­mi­nar ein Semes­ter vor, wäh­rend oder ein Semes­ter nach der Mas­ter­ar­beit belegt wer­den muss. Von die­ser Rege­lung sind alle Stu­die­ren­de, wel­che das Mas­ter­se­mi­nar bereits vor dem Som­mer­se­mes­ter 2017 absol­viert haben, aus­ge­schlos­sen.

MiGG-Stu­die­ren­de, die am Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment ihre Mas­ter­ar­beit anfer­ti­gen wol­len,  müs­sen dabei fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen erfül­len:

*Hin­weis: Bit­te fügen Sie Ihrer Bewer­bung einen aktu­el­len Noten­aus­zug bei, aus dem her­vor­geht, dass Sie alle Pflicht­mo­du­le erfolg­reich bestan­den haben.

**Hin­weis: Bit­te beach­ten Sie, dass die Teil­nah­me am Mas­ter­se­mi­nar kei­nen Anspruch auf die Betreu­ung einer Mas­ter­ar­beit am Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment begrün­det. Da die Prü­fungs­leis­tung (Prä­sen­ta­ti­on) in Ver­bin­dung zur schrift­li­chen Aus­ar­bei­tung der Mas­ter­ar­beit steht, wei­sen wir Sie dar­auf hin, dass das Mas­ter­se­mi­nar ohne eine (ggf. zeit­lich ver­scho­be­ne) Mas­ter­ar­beit nicht bestan­den wer­den kann.

Stu­die­ren­de des Mas­ters in: Arbeits­markt und Per­so­nal, Eco­no­mics, Manage­ment, Medi­zin­tech­nik, Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen oder Wirt­schafts­päd­ago­gik sind eben­falls dazu berech­tigt, ihre abschlie­ßen­de Mas­ter­ar­beit am Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment anzu­fer­ti­gen.

Dabei gel­ten fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen:

  • Erfolg­rei­che Absol­vie­rung von vier Modu­len aus dem Mas­ter-Lehr­pro­gramm des Lehr­stuhls für Gesund­heits­ma­nage­ment (Bit­te fügen Sie Ihrer Bewer­bung einen aktu­el­len Noten­aus­zug bei)

In begrün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len kann von die­ser Rege­lung abge­wi­chen wer­den. Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen set­zen Sie sich bit­te mit Domi­nik Blunck in Ver­bin­dung.

Masterarbeit an anderen Lehrstühlen

Es ist zudem mög­lich, die Mas­ter­ar­beit des MiGG-Mas­ters auch an ande­ren betei­lig­ten Pro­fes­su­ren zu ver­fas­sen:

  • Prof. Dr. Mat­thi­as Wre­de (Lehr­stuhl für Sozi­al­po­li­tik)
  • Prof. Dr. Harald Tauch­mann (Pro­fes­sur für Gesund­heits­öko­no­mie)

Hier­bei gel­ten die indi­vi­du­el­len Bestim­mun­gen des Lehr­stuhls bzw. der Pro­fes­so­ren. Bit­te infor­mie­ren Sie sich hier selb­stän­dig.

Unterlagen

Bewerbungsprozess

In der unten ste­hen­den Lis­te fin­den Sie eine Aus­wahl an The­men­vor­schlä­gen des Lehr­stuhls. Bit­te wen­den Sie sich bei Inter­es­se an einer Mas­ter­ar­beit direkt an die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter für deren The­men bzw. The­men­be­rei­che Sie sich inter­es­sie­ren. Es gibt kei­ne Bewer­bungs­fris­ten und kei­ne ein­heit­li­chen Start­ter­mi­ne für die Mas­ter­ar­bei­ten. Neh­men Sie jedoch bit­te früh­zei­tig Kon­takt auf, damit der Bear­bei­tungs­pro­zess gemein­sam geplant wer­den kann.

Die end­gül­ti­ge The­men­ver­ga­be erfolgt frü­hes­tens sechs Wochen vor Anmel­dung der Mas­ter­ar­beit. Den Ablauf der The­men­ver­ga­be kön­nen Sie der hier ver­link­ten Datei ent­neh­men.

Individuelle Themenvorschläge

Neben der Bear­bei­tung eines aus­ge­schrie­be­nen The­mas besteht zudem die Mög­lich­keit, auch ein indi­vi­du­el­les The­ma vor­zu­schla­gen. Bit­te infor­mie­ren Sie sich hier­zu auf unse­rer Home­page über die jewei­li­gen For­schungs­schwer­punk­te der ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter und rei­chen Sie Ihren The­men­vor­schlag ent­spre­chend des For­schungs­schwer­punk­tes bei dem jewei­li­gen Mit­ar­bei­ter / der jewei­li­gen Mit­ar­bei­te­rin per E‑Mail recht­zei­tig ein.

Hin­weis: Ein indi­vi­du­el­ler The­men­vor­schlag stellt kei­ne Garan­tie dar, dass sich ein Betreu­er fin­den lässt, der zum einen das The­ma inhalt­lich betreu­en kann oder zum ande­ren auch die nöti­gen Kapa­zi­tä­ten besitzt, neben den aus­ge­schrie­be­nen zusätz­lich auch indi­vi­du­el­le Mas­ter­ar­bei­ten zu betreu­en.

Eine Über­sicht der Ansprech­part­ner unter­teilt nach Schwer­punk­ten kön­nen Sie der ver­link­ten Datei ent­neh­men. Für The­men aus dem Bereich der sta­tio­nä­ren Ver­sor­gung und Sport­ma­nage­ment set­zen Sie sich bit­te direkt mit Dr. Mar­tin Schwandt in Ver­bin­dung.

Bei Fra­gen oder bei Unklar­hei­ten kön­nen Sie sich auch ger­ne an Domi­nik Blunck wen­den.

Offene Themen (20)

Erfolgs­fak­to­ren von Launch-Teams: Eine Mixed-Methods Unter­su­chung

Der Pro­dukt­launch ist ein wich­ti­ger Schritt für die erfolg­rei­che Markt­ein­füh­rung neu­er Arz­nei­mit­tel­pro­duk­te. Bereits früh­zei­tig vor dem Launch wer­den inter­dis­zi­pli­nä­re “Launch-Teams” zusam­men­ge­setzt, um das Pro­jekt zu beglei­ten. Eine wesent­li­che Fra­ge ist, wie Teams zusam­men­ar­bei­ten, um erfolg­reich zu sein. Im Rah­men die­ser Mas­ter­ar­beit iden­ti­fi­zie­ren Sie rele­van­te quan­ti­ta­ti­ve Kenn­zah­len von ver­gan­ge­nen Laun­ches und wer­ten die­se aus. Wei­ter­hin ent­wi­ckeln Sie einen Inter­view­leit­fa­den und füh­ren (halb-) struk­tu­rier­ten Exper­ten­in­ter­views durch, um Erfolgs­fak­to­ren und Her­aus­for­de­run­gen von Laun­ches zu iden­ti­fi­zie­ren und unter­schied­li­che Arbeits­wei­sen und Tools hin­sicht­lich Ihrer Chan­cen zu beur­tei­len. Abschlie­ßend lei­ten Sie Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für zukünf­ti­ge Launch-Teams ab. Die­se Mas­ter­ar­beit ist eine Koope­ra­ti­on mit Novar­tis Phar­ma GmbH; bit­te legen Sie Ihrer Bewer­bung auf die­ses The­ma Ihren Lebens­lauf und einen aktu­el­len Noten­aus­zug bei.

Betreu­ung: Domi­nik Blunck

Arbeits­be­din­gun­gen und (psy­chi­sche) Gesund­heit bei Lehr­kräf­ten – eine lite­ra­tur­ge­stütz­te, quan­ti­ta­ti­ve Ana­ly­se

Leh­rer – Traum­be­ruf oder Höl­len­job? Allen Vor­ur­tei­len zu Trotz scheint Leh­rer zu sein gar nicht so ein­fach zu sein wie vie­le in der Gesell­schaft es mei­nen – dies zumin­dest sug­ge­rie­ren vie­le Stu­di­en und es scheint sich auch in der Ent­wick­lung der krank­heits­be­ding­ten Fehl­zei­ten wie­der zu spie­geln. Aber wie hän­gen Arbeits­be­din­gun­gen und (psy­chi­sche) Gesund­heit zusam­men? Ist etwa ein über­durch­schnitt­lich hoher Lärm­pe­gel in den Klas­sen­räu­men oder man­geln­de Unter­stüt­zung im Kol­le­gi­um bei­spiels­wei­se mit zuneh­men­der Erschöp­fung, Schlaf­lo­sig­keit und letzt­lich Bur­nout asso­zi­iert? Wie wir­ken sich eine gute Zusam­men­ar­beit unter Kol­le­gen und ein gutes Stan­ding in der Eltern­schaft auf die per­sön­li­che Wider­stands­kraft einer Lehr­kraft aus? Spie­len in dem Zusam­men­hang auch etwa Fak­to­ren wie Beleuch­tung oder ein über­durch­schnitt­lich hohes Arbeits­pen­sum eine Rol­le? Im Rah­men Ihrer Mas­ter­ar­beit gehen Sie die The­ma­tik zunächst lite­ra­tur­ba­siert an. Sie suchen semi­sys­te­ma­tisch nach Zusam­men­hän­gen zwi­schen Arbeits­be­din­gun­gen auf der einen Sei­te und gesund­heits­be­zo­ge­nen Out­come­pa­ra­me­tern auf der ande­ren Sei­te. Schließ­lich unter­su­chen Sie einen exis­tie­ren­den Daten­satz auf ent­spre­chen­de Zusam­men­hän­ge. Eine zusam­men­fas­sen­de und kri­ti­sche Refle­xi­on der Ergeb­nis­se run­det Ihre Mas­ter­ar­beit ab. Erwar­tet wer­den eine struk­tu­rier­te und eigen­stän­di­ge Arbeits­wei­se sowie eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit inhalt­li­chen wie metho­di­schen Aspek­ten. Vor­er­fah­run­gen im Bereich quan­ti­ta­ti­ve Daten­ana­ly­se sind vor­teil­haft, aber nicht zwin­gend erfor­der­lich. Die Mas­ter­ar­beit erfolgt in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Arbeits‑, Sozi­al- und Umwelt­me­di­zin (Prof. Drex­ler). Bei Inter­es­se wen­den Sie sich bit­te an Dr. Nad­ja Amler (nadja.amler@fau.de) oder Wolf­gang Fisch­mann (wolfgang.fischmann@fau.de). Wenn mög­lich, soll die Arbeit zeit­nah auf­ge­nom­men wer­den.

Betreu­ung: Nad­ja Amler

Inter­na­tio­na­ler Ver­gleich von stan­dar­di­sier­ten Metho­den in gesund­heits­öko­no­mi­schen Eva­lua­tio­nen

Neben der Nut­zen­be­wer­tung nimmt die Kos­ten­be­wer­tung medi­zi­ni­scher Leis­tun­gen einen zen­tra­len Stel­len­wert in gesund­heits­öko­no­mi­schen Eva­lua­tio­nen ein. Eine umfas­sen­de und trans­pa­ren­te Dar­le­gung der Metho­den zur Berech­nung von Kos­ten (und Nut­zen) sind uner­läss­lich für aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ergeb­nis­se. Zwar exis­tie­ren bereits gän­gi­ge Ansät­ze zur Kos­ten­kal­ku­la­ti­on in gesund­heits­öko­no­mi­schen Eva­lua­tio­nen, aller­dings kön­nen die ermit­tel­ten Kos­ten je nach gewähl­tem Ansatz stark vari­ie­ren. Durch eine Stan­dar­di­sie­rung der Vor­ge­hens­wei­se zur Kos­ten­be­wer­tung soll eine bes­se­re Ver­gleich­bar­keit der Stu­di­en­ergeb­nis­se erreicht wer­den. In Deutsch­land haben sich bereits Ansät­ze einer stan­dar­di­sier­ten Metho­dik eta­bliert. Ziel die­ser Arbeit ist es im Rah­men einer sys­te­ma­ti­schen Lite­ra­tur­re­cher­che zu unter­su­chen, ob stan­dar­di­sier­te Metho­den zur mone­tä­ren Bewer­tung von Res­sour­cen­ein­hei­ten in gesund­heits­öko­no­mi­schen Eva­lua­tio­nen im Aus­land ver­wen­det wer­den und wie die­se aus­se­hen. Es sol­len mög­li­che Ablei­tun­gen für Deutsch­land getrof­fen wer­den.

Betreu­ung: Lucie Aretz

Die Aka­de­mi­sie­rung der Gesund­heits­fach­be­ru­fe

Der Trend zur Aka­de­mi­sie­rung der Gesund­heits­fach­be­ru­fe scheint nicht abzu­neh­men. Bereits seit vie­len Jah­ren ist die Aka­de­mi­sie­rung der Pfle­ge ein weit ver­brei­te­tes The­ma. Zuletzt ist das Heb­am­men­re­form­ge­setz (Heb­RefG) im Jahr 2020 in Kraft getre­ten, das die Aka­de­mi­sie­rung des Heb­am­men­be­rufs vor­schreibt. Auch die Aka­de­mi­sie­rung der The­ra­pie­be­ru­fe wie Ergo‑, Logo- und Phy­sio­the­ra­pie ist ein aktu­el­les The­ma. Aller­dings wur­de die Modell­klau­sel hier­für im Ent­wurf des Gesund­heits­ver­sor­gungs­wei­ter­ent­wick­lungs­ge­set­zes (GVWG) noch­mal um wei­te­re 5 Jah­re (auf 2026) ver­län­gert. Im Rah­men die­ser Arbeit sol­len der Ist-Zustand sowie die Ent­wick­lungs­ten­den­zen zur Aka­de­mi­sie­rung von Gesund­heits­fach­be­ru­fen in Deutsch­land ana­ly­siert und Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den. Anschlie­ßend soll ein Ver­gleich der Aka­de­mi­sie­rung der Gesund­heits­fach­be­ru­fe im inter­na­tio­na­len Kon­text erfol­gen.

Betreu­ung: Lucie Aretz

Stu­di­en­gangs­mar­ke­ting – Pro­blem­stel­lung, Kon­zep­ti­on und Imple­men­tie­rung am Bei­spiel des Mas­ters in Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie

Der Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment bie­tet seit dem Win­ter­se­mes­ter 2015/16 den Mas­ter in Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie (MiGG) an. Es han­delt sich um einen kon­se­ku­ti­ven, for­schungs­ori­en­tier­ten Mas­ter­stu­di­en­gang mit brei­tem (Betriebs­wirt­schafts­leh­re, Volks­wirt­schafts­leh­re, Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, Medi­zin), aber aus­schließ­li­chem Bezug zum Gesund­heits­we­sen. Ziel­grup­pe sind Bache­lor­stu­die­ren­de mit wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chem Hin­ter­grund, die ein Inter­es­se am Gesund­heits­we­sen haben. Grund­la­gen der BWL, VWL und Sta­tis­tik wer­den vor­aus­ge­setzt, Vor­kennt­nis­se und Berufs­er­fah­rung im Bereich Gesund­heits­ma­nage­men­t/-öko­no­mie sind nicht erfor­der­lich, haben aber einen posi­ti­ven Ein­fluss inner­halb des Qua­li­fi­ka­ti­ons­fest­stel­lungs­ver­fah­rens. Im Rah­men der Mas­ter­ar­beit soll ein Über­blick über die stra­te­gi­schen und ope­ra­ti­ven Hand­lungs­op­tio­nen eines Stu­di­en­gangs im Rah­men von Mar­ke­ting­über­le­gun­gen geben wer­den. Wei­ter­hin soll dar­an anschlie­ßend ein Mar­ke­ting­kon­zept auf Stu­di­en­gangs­ebe­ne am Bei­spiel des Mas­ters in Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie ent­wi­ckelt wer­den, um die posi­ti­ve öffent­li­che Sicht­bar­keit und die erfolg­rei­che Pro­fi­lie­rung bei den rele­van­ten Ziel­grup­pen des Stu­di­en­gangs zu fes­ti­gen. Dabei soll der Fokus ins­be­son­de­re auf die Ziel­grup­pe der qua­li­fi­zier­ten Stu­di­en­in­ter­es­sier­ten gelegt wer­den. Ana­ly­sie­ren Sie hier­für zunächst den aktu­el­len For­schungs­stand des Hoch­schul­mar­ke­tings. Unter­su­chen Sie, inwie­fern die Grund­sät­ze des Mar­ke­tings auf Stu­di­en­gän­ge anwend­bar sind und wel­che Fak­to­ren bei der Imple­men­tie­rung zu beach­ten sind. Lei­ten Sie Mar­ke­ting­in­stru­men­te und Maß­nah­men ab, wel­che sich beson­ders eig­nen, um die Ziel­grup­pe der qua­li­fi­zier­ten Stu­di­en­in­ter­es­sier­ten zu errei­chen. Ent­wi­ckeln Sie anhand die­ser Erkennt­nis­se ein Mar­ke­ting­kon­zept für den MiGG, wel­ches spe­zi­fisch auf die Stu­di­en­rich­tung aus­ge­rich­tet ist und ins­be­son­de­re die oben genann­te Ziel­grup­pe adres­siert.

Betreu­ung: Lena Jae­gers

Stu­di­en­an­ge­bo­te im Bereich Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie in Deutsch­land. Eine ver­glei­chen­de Ana­ly­se der Cur­ri­cu­la

Als stän­dig wach­sen­de Bran­che ist das deut­sche Gesund­heits­we­sen mit zahl­rei­chen Ver­än­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert, wel­che unter ande­rem durch den demo­gra­phi­schen Wan­del, medi­zi­nisch-tech­ni­sche Inno­va­tio­nen sowie sich stän­dig ändern­de gesetz­li­che und struk­tu­rel­le Rah­men­be­din­gun­gen ent­ste­hen. Die­se füh­ren gleich­zei­tig zu einem stei­gen­den Effi­zi­enz­druck. Um die­sen Ver­än­de­run­gen gerecht zu wer­den und das Gesund­heits­we­sen trotz der Her­aus­for­de­run­gen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, bedarf es qua­li­fi­zier­ter Spe­zia­lis­ten, die neben bran­chen­spe­zi­fi­schen Fach- und Metho­den­kennt­nis­sen auch über fun­dier­te wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che Kennt­nis­se ver­fü­gen, um zukünf­tig das deut­sche Gesund­heits­we­sen mit­zu­ge­stal­ten. Auf die­se Kar­rie­re berei­ten ver­schie­de­ne Stu­di­en­an­ge­bo­te in den Berei­chen Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie vor. Die inter­dis­zi­pli­nä­re Aus­rich­tung der Stu­di­en­gän­ge und somit die Ein­bet­tung in unter­schied­li­che Berei­che wie unter ande­rem Betriebs­wirt­schafts­leh­re, Volks­wirt­schafts­leh­re, Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, Wirt­schafts­in­for­ma­tik, Medi­zin oder Recht führt zu viel­fäl­ti­gen Stu­di­en­in­hal­ten. Daher soll im Rah­men die­ser Mas­ter­ar­beit ein sys­te­ma­ti­scher Über­blick über ent­spre­chen­de Stu­di­en­in­hal­te gege­ben wer­den. Ziel ist eine sys­te­ma­ti­sche Erhe­bung und Aus­wer­tung der Stu­di­en­in­hal­te der Bache­lor- und Mas­ter­stu­di­en­gän­ge in die­sem Bereich in Deutsch­land. Iden­ti­fi­zie­ren Sie zunächst die rele­van­ten Stu­di­en­gän­ge, bevor Sie die­se genau­er ana­ly­sie­ren. Dabei soll mit­hil­fe einer sys­te­ma­ti­schen Inhalts­ana­ly­se der Cur­ri­cu­la (z.B. Modul­hand­bü­cher) der Stu­di­en­gän­ge eine Über­sicht über die Stu­di­en­in­hal­te gege­ben wer­den. Hier­zu soll zunächst ein Kate­go­ri­en­sys­tem zur sys­te­ma­ti­schen Ein­ord­nung ent­spre­chen­der Stu­di­en­in­hal­te erar­bei­tet wer­den. Anschlie­ßend soll das Kate­go­ri­en­sys­tem ange­wandt wer­den, um die Stu­di­en­in­hal­te in Kom­pe­tenz­fel­der ein­zu­ord­nen und sys­te­ma­tisch zu beschrei­ben. Die Unter­su­chung soll Erkennt­nis­se dar­über vor­le­gen, wel­che zen­tra­len Kom­pe­tenz­fel­der in Bache­lor- und Mas­ter­stu­di­en­gän­gen im Bereich Gesund­heits­ma­nage­ment und Gesund­heits­öko­no­mie ver­mit­telt wer­den und zen­tra­le Unter­schie­de ana­ly­sie­ren.

Betreu­ung: Lena Jae­gers

Der Ein­fluss von Abrech­nungs- und Erstat­tungs­sys­te­men auf die Pati­en­ten­ver­sor­gung

Inter­na­tio­na­le Regis­ter­ver­glei­che aber auch Stel­lung­nah­men von Fach­ge­sell­schaf­ten und ande­ren Ein­rich­tun­gen legen nahe, dass natio­na­le Abrech­nungs­sys­te­me einen Ein­fluss auf Ent­schei­dun­gen der Leis­tungs­er­brin­ger bezüg­lich der Dia­gnos­tik oder The­ra­pie und damit auch auf das medi­zi­ni­sche Ergeb­nis haben. Ziel der Arbeit ist es die­se Effek­te im Rah­men einer inter­na­tio­na­len sys­te­ma­ti­schen Lite­ra­tur­re­cher­che zu iden­ti­fi­zie­ren, mit dem deut­schen Sys­tem zu ver­knüp­fen und anschie­ßend die Situa­ti­on zu bewer­ten und zu dis­ku­tie­ren.

Betreu­ung: Kat­rin Doc­ter

Akzep­tanz von Tele­me­di­zin bei Ärz­ten

Die Tele­me­di­zin bie­tet den Akteu­ren im Gesund­heits­we­sen neue Mög­lich­kei­ten der Ver­net­zung. Neben der tele­me­di­zi­ni­schen Unter­stüt­zung des Arzt-Pati­en­ten­kon­tak­tes, der soge­nann­ten Patient2Doc Tele­me­di­zin, gibt es zahl­rei­che Anwen­dun­gen für die tech­nisch unter­stütz­te Zusam­men­ar­beit von Ärz­ten unter­ein­an­der (Doc2Doc). Im Rah­men der Mas­ter­ar­beit soll die Akzep­tanz der Ärz­te­schaft zur Nut­zung der Doc2Doc-Tele­me­di­zin unter­sucht wer­den. Zunächst soll eine kur­ze sys­te­ma­ti­sche Lite­ra­tur­re­cher­che durch­ge­führt wer­den. Dar­an soll sich ein empi­ri­scher Teil, mit einer eigen­stän­di­gen Durch­füh­rung einer Befra­gung von Ärz­ten durch den Mas­ter­ar­beits­kan­di­da­ten anschlie­ßen. Ers­te Erfah­run­gen bei der Erstel­lung von Fra­ge­bö­gen sind Vor­aus­set­zung für die Bear­bei­tung des The­mas.

Betreu­ung: Tho­mas Adel­hardt

Tele­me­di­zin in der sta­tio­nä­ren Ver­sor­gung – Kosten/Nutzenanalyse einer tele­me­di­zi­ni­schen Anwen­dung

Der rasan­te Fort­schritt der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie inner­halb der letz­ten Deka­den stellt auch den Gesund­heits­be­reich vor immer neue Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen. Ein Bereich der sich hier­bei zuneh­mend eta­blie­ren konn­te ist die Tele­me­di­zin. Durch den tech­ni­schen Fort­schritt und durch die immer bes­ser wer­den­de Ver­net­zung von Gesund­heits­ein­rich­tun­gen aber auch Pati­en­ten erge­ben sich immer mehr poten­ti­el­le Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten im Bereich der Tele­me­di­zin. Ziel der Mas­ter­ar­beit ist es eine Kosten/Nutzenanalyse einer belie­bi­gen tele­me­di­zi­ni­schen Anwen­dung aus dem sta­tio­nä­ren Bereich durch­zu­füh­ren.

Betreu­ung: Tho­mas Adel­hardt

Per­so­nal­kos­ten­sät­ze für Wirt­schaft­lich­keits­un­ter­su­chun­gen im Kran­ken­haus

Per­so­nal­kos­ten stel­len einen zen­tra­len Kos­ten­block im Kran­ken­haus dar. Um für Wirt­schaft­lich­keits­un­ter­su­chun­gen im Kran­ken­haus Res­sour­cen­ver­bräu­che umfas­send bewer­ten zu kön­nen, müs­sen daher häu­fig auch Per­so­nal­kos­ten berück­sich­tigt wer­den. Da es bspw. je nach Kran­ken­haus­trä­ger unter­schied­li­che Tarif­ver­trä­ge gibt oder Kran­ken­häu­ser nach haus­in­ter­nen Kon­di­tio­nen ver­gü­ten, gibt es kei­ne ein­heit­li­chen Per­so­nal­kos­ten­sät­ze, die stan­dar­di­siert für Wirt­schaft­lich­keits­un­ter­su­chun­gen her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Ziel der Arbeit ist es, mit­hil­fe einer sys­te­ma­ti­schen Lite­ra­tur­re­cher­che einen Über­blick über bestehen­de Per­so­nal­kos­ten­sät­ze für unter­schied­li­che Beschäf­tig­te aus dem Kran­ken­haus zu ermit­teln und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zur Ver­wen­dung von Per­so­nal­kos­ten­sät­zen für Wirt­schaft­lich­keits­un­ter­su­chun­gen abzu­lei­ten.

Betreu­ung: Rena­te Übe

SF-6D in gesund­heits­öko­no­mi­schen Eva­lua­tio­nen – Beson­der­hei­ten beim Ein­satz in Deutsch­land

Der SF-6D Fra­ge­bo­gen ist ein wich­ti­ges Instru­ment zur Erhe­bung der Lebens­qua­li­tät in den öko­no­mi­schen Stu­di­en. Für die Kal­ku­la­ti­on der ent­spre­chen­den Lebens­qua­li­täts­wer­te bil­den die sog. Prä­fe­renz­ur­tei­le eine wich­ti­ge Grund­la­ge. Die­se Urtei­le spie­geln den sub­jek­ti­ven Nut­zen der Befrag­ten bezüg­lich ver­schie­de­ne Lebens­qua­li­täts­di­men­sio­nen wider und kön­nen mit­tels sol­cher Ver­fah­ren wie Stan­dard Gam­ble, Time Tra­de Off oder Rating Sca­le erho­ben wer­den. Pro­ble­ma­tisch ist jedoch, dass die Prä­fe­renz­ur­tei­le je nach Bevöl­ke­rung unter­schied­lich sein kön­nen und die bereits exis­tie­ren­den Norm­stich­pro­ben nicht in jedem Land ver­zer­rungs­frei für Fra­ge­bo­gen­aus­wer­tun­gen ein­setz­bar sind. In die­ser Mas­ter­ar­beit geben Sie einen umfang­rei­chen Über­blick über die bereits exis­tie­ren­den Norm­stich­pro­ben für den SF-6D und die metho­di­schen Ver­fah­ren, die dabei zum Ein­satz kamen. Des Wei­te­ren machen Sie fun­dier­te Vor­schlä­ge für den Ein­satz des SF-6D in deut­schen öko­no­mi­schen Stu­di­en und dis­ku­tie­ren die Aspek­te, die dabei berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Grund­kennt­nis­se in Öko­no­me­trie wer­den bei die­ser Arbeit vor­aus­ge­setzt.

Betreu­ung: Kris­ti­na Kast

Mani­pu­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten auf Arzt­be­wer­tungs­por­ta­len

Arzt­be­wer­tungs­por­ta­le im Inter­net gewin­nen in den letz­ten Jah­ren zuneh­mend an Popu­la­ri­tät, wenn­gleich sie auch häu­fig in der Kri­tik ste­hen. Im Rah­men die­ser Mas­ter­ar-beit sol­len die Mani­pu­la­ti­ons­mög­lich­kei­ten auf Sei­ten der Leis­tungs­er­brin­ger als auch der Bewer­tungs­ge­ber auf Arzt­be­wer­tungs­por­ta­len sys­te­ma­tisch unter­sucht wer­den. Hier­zu soll zunächst eine sys­te­ma­ti­sche Lite­ra­tur­re­cher­che erfol­gen, um geeig­ne­te Schwach­stel­len der Por­ta­le zu iden­ti­fi­zie­ren. Anschlie­ßend erfolgt eine sys­te­ma­ti­sche Erfas­sung der Anzahl an gemel­de­ten Bewer­tun­gen anhand des Arzt­be­wer­tungs­por­tals jame­da. Hier­zu wer­den die Bewer­tun­gen von unter­schied­li­chen Arzt­grup­pen betrach­tet und aus­ge­wer­tet. Kennt­nis­se hin­sicht­lich der Durch­füh­rung von sys­te­ma­ti­schen Lite­ra­tur­re­cher­chen wer­den bei der Bear­bei­tung die­ses The­mas vor­aus­ge­setzt.

Betreu­ung: Nina Mes­z­mer

Gesetz­li­che Rege­lun­gen in der Pfle­ge – Ein inter­na­tio­na­ler Ver­gleich

Die Rele­vanz des The­mas Pfle­ge erhöht sich. Die For­de­run­gen nach Ver­bes­se­run­gen in den kri­ti­schen Berei­chen, wie z.B. Per­so­nal, Pfle­ge­be­dürf­tig­keit, Qua­li­täts­trans­pa­renz, wer­den immer lau­ter. Die gesetz­li­chen Rege­lun­gen im pfle­ge­ri­schen Sek­tor bil­den eine ent­schei­den­de Basis dafür, wie der aktu­el­le Stand ist, wie schnell die Ent­wick­lun­gen vor­an­schrei­ten kön­nen und wel­che Anrei­ze bestehen, die­se Ent­wick­lun­gen anzu­sto­ßen. Wäh­rend in Deutsch­land erst seit Kur­zem die pro­ble­ma­ti­sche Lage im pfle­ge­ri­schen Sek­tor erkannt wur­de, kön­nen ande­re Län­der bereits Erfol­ge vor­wei­sen. In die­ser Arbeit soll die Gesetz­ge­bung in Deutsch­land und inter­na­tio­nal dar­ge­stellt und ana­ly­siert wer­den. Eine umfang­rei­che Dis­kus­si­on, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die Qua­li­täts­be­richt­erstat­tung in der Alten­pfle­ge, bil­det den Schwer­punkt der Arbeit.

Betreu­ung: Kris­ti­na Kast

Die Ent­wick­lung eines Mar­ke­ting­kon­zepts für einen medi­zi­ni­schen Fern­stu­di­en­gang

Fern­stu­di­en­gän­ge aller Fach­rich­tun­gen erfreu­en sich wach­sen­der Beliebt­heit. Auch in der Medi­zin scheint das Ange­bot in den letz­ten Jah­ren zu wach­sen. Ziel die­ser Arbeit soll es sein, den vom Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment ange­bo­te­nen Fern­stu­di­en­gang „Mas­ter in Health and Medi­cal Manage­ment“ (MHMM) in das deutsch­land­wei­te Ange­bot ein­zu­ord­nen und dar­auf auf­bau­end ein fun­dier­tes Mar­ke­ting­kon­zept zu ent­wi­ckeln. Hier­für soll zunächst sys­te­ma­tisch ein Über­blick über das bestehen­de Ange­bot medi­zi­ni­scher Fern­stu­di­en­gän­ge in Deutsch­land gege­ben wer­den. Aus den hier­bei gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen sowie vor­lie­gen­den Online-Daten zu Mar­ke­ting­kam­pa­gnen des MHMM soll ein Kon­zept zur pro­mi­nen­ten Plat­zie­rung des MHMM ent­wi­ckelt wer­den. Es wird sowohl eine umfas­sen­de Ein­füh­rung zu grund­le­gen­den Infor­ma­tio­nen, Ziel­grup­pen, Struk­tur und Abläu­fen des Stu­di­en­gangs gege­ben als auch Daten aus Online­kam­pa­gnen des Stu­di­en­gangs zur Ver­fü­gung gestellt.

Betreu­ung: Rena­te Übe

Die Eig­nung von Pati­ent Repor­ted Out­co­mes als Qua­li­täts­in­di­ka­tor

In die­ser Arbeit sol­len unter­schied­li­che inter­na­tio­na­le Ansät­ze zur Ent­wick­lung von Qua­li­täts­in­di­ka­to­ren unter der Berück­sich­ti­gung von Güte­kri­te­ri­en und Ope­ra­tio­na­li­sie­rungs­an­sät­zen sys­te­ma­tisch erfasst und mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den. In einem nächs­ten Schritt soll eine geeig­ne­te Aus­wahl von Güte­kri­te­ri­en getrof­fen und eine mög­li­che Vor­ge­hens­wei­sen zur Prü­fung der Eign­nung von Pati­ent Repor­ted Out­co­mes (PROs) ent­wi­ckelt wer­den.

Betreu­ung: Rena­te Übe

Ver­ga­be­recht im Kran­ken­haus: Eine Grund­la­gen­ar­beit

Vie­le Berei­che der Beschaf­fung, in denen öffent­li­che Mit­tel im Spiel sind, unter­lie­gen dem Ver­ga­be­recht. Auch öffent­li­che Kran­ken­häu­ser sind dazu ver­plich­tet, die gesetz­li­chen Regu­la­ri­en bei der Beschaf­fung von Lie­fer- und Dienst­leis­tun­gen, medi­zi­ni­schen Gerä­ten, Instru­men­ten sowie wei­te­ren Waren ein­zu­hal­ten. Je nach Umfang der zu beschaf­fen­den Güter wer­den die Auf­trä­ge auf natio­na­ler Ebe­ne oder euro­pa­weit aus­ge­schrie­ben. Ziel die­ser Arbeit ist die Erar­bei­tung eines sys­te­ma­ti­schen Über­blicks der für ein Kran­ken­haus infra­ge kom­men­den Ver­fah­rens­ar­ten unter Anga­be aktu­el­ler Schwel­len­wer­te.

Betreu­ung: Lau­ra Hep­pe

Kate­go­ri­sie­rung von Pati­ent Repor­ted Out­co­me Mea­su­res (PROMs) nach dia­gnos­ti­schen und the­ra­peu­ti­schen Ein­satz­be­rei­chen

Bei der Mes­sung der Behand­lungs­qua­li­tät zeich­net sich der Trend ab, medi­zi­ni­sche Out­co­me­ma­ße um pati­en­ten­be­rich­te­te Ergeb­nis­se zu ergän­zen. Pati­ent Repor­ted Out­co­me Mea­su­res (PROMs) bezeich­nen vali­de, reli­able, prak­ti­ka­ble und ände­rungs­sen­si­ti­ve Fra­ge­bo­gen­in­stru­men­te, deren Eva­lua­ti­on Rück­schlüs­se auf die gesund­heits­be­zo­ge­ne Lebens­qua­li­tät des Pati­en­ten zulässt. Im Natio­nal Health Ser­vice (NHS), dem staat­li­chen Gesund­heits­sys­tem Groß­bri­tan­ni­ens und Nord­ir­lands, wer­den PROMs bereits seit 2009 als obli­ga­to­ri­scher Bestand­teil der Ergeb­nis­mes­sung in der Hüft- und Knie- Total­en­do­pro­the­tik-Ver­sor­gung sowie zur Eva­lua­ti­on von Krampf­ader- und Leis­ten­bruch-Ope­ra­tio­nen ver­wen­det. Auch in wei­te­ren Fach­be­rei­chen wie Onko­lo­gie, Kar­dio­lo­gie, Rheu­ma­to­lo­gie, Gas­tro­en­te­ro­lo­gie, Psy­cho­so­ma­tik etc. erfreu­en sich PROMs immer grö­ße­rer Beliebt­heit. Ziel die­ser wis­sen­schaft­li­chen Arbeit ist die Erstel­lung eines sys­te­ma­ti­schen Über­blicks, bei wel­chen Dia­gno­sen und The­ra­pi­en sowie in wel­chen Fach­be­rei­chen PROMs der­zeit in der Regel ein­ge­setzt wer­den.

Betreu­ung: Lau­ra Hep­pe

Kon­zep­tu­el­le Frame­works zur Wir­kung von Public Repor­ting

Public repor­ting umfasst die Ver­öf­fent­li­chung von Qua­li­täts­in­for­ma­tio­nen über nie­der­ge­las­se­ne Ärz­te, Kran­ken­häu­ser, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und wei­te­re medi­zi­ni­sche Leis­tungs­er­brin­ger. Es wird durch­ge­führt, um einen posi­ti­ven Effekt auf die Gesund­heits­ver­sor­gung zu errei­chen. In der Lite­ra­tur wer­den unter­schied­li­che Kon­zep­te beschrie­ben, wel­che den Wirk­ef­fekt von Public repor­ting kon­zep­tu­ell näher dar­stel­len. Ein bekann­tes Kon­zept stammt von Ber­wick aus dem Jahr 2003. Hier­nach hat Public repor­ting die Ziel­set­zung, für Pati­en­ten, ein­wei­sen­de Ärz­te und wei­te­re Anspruchs­grup­pen mehr Trans­pa­renz im Gesund­heits­we­sen zu schaf­fen, um sich vor der Wahl eines Leis­tungs­er­brin­gers über die Qua­li­tät infor­mie­ren und anschlie­ßend ent­schei­den zu kön­nen (selec­tion). Gleich­zei­tig soll über die erhöh­te Moti­va­ti­on von Leis­tungs­er­brin­gern ein posi­ti­ver Effekt auf die Qua­li­tät in der Gesund­heits­ver­sor­gung ent­ste­hen (chan­ge). Neben dem Kon­zept von Ber­wick gibt es aber noch wei­te­re Kon­zep­te, die in der Arbeit beschrie­ben und gegen­über­ge­stellt wer­den sol­len. Umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zur Ein­ar­bei­tung in die Mate­rie sowie für die wei­te­ren Schrit­te der Arbeit ist vor­han­den und wird zur Ver­fü­gung gestellt. Eine inten­si­ve Hil­fe­stel­lung für die Ein­ar­bei­tung in die Grund­la­gen erfolgt eben­so wie eine enge Betreu­ung im wei­te­ren Ver­lauf der Arbeit.

Betreu­ung: Mar­tin Emmert

Die Kom­ple­xi­tät von Inter­ven­tio­nen in der Ver­sor­gungs­for­schung

Ein zen­tra­ler Unter­schied zwi­schen der kli­ni­schen For­schung und der Ver­sor­gungs­for­schung ist, dass kli­ni­sche For­schung in der Regel den Effekt einer defi­nier­ten Inter­ven­ti­on cete­ris pari­bus (d. h. ansons­ten glei­che Bedin­gun­gen) auf ein oder weni­ge defi­nier­te Out­co­mes misst. Die­se Prä­mis­se der „ansons­ten gleich­blei­ben­den Bedin­gun­gen“ kann in der Ver­sor­gungs­for­schung nicht erwar­tet wer­den. Ver­sor­gungs­for­schungs-Inter­ven­tio­nen sind in der Regel kom­plex und bestehen zum Teil aus ver­schie­de­nen klei­ne­ren Inter­ven­tio­nen die in schwer zu eva­lu­ie­ren­de Rah­men­be­din­gun­gen imple­men­tiert wer­den. In die­sem Zusam­men­hang wird von der „dop­pel­ten Kom­ple­xi­tät“ gespro­chen. Die­se Arbeit beschäf­tigt sich mit den Her­aus­for­de­run­gen der Kom­ple­xi­tät von Inter­ven­tio­nen im Ver­sor­gungs­all­tag, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf deren Eva­lua­ti­on. Was heißt in die­sem Zusam­men­hang „kom­plex“? Wie kann die Kom­ple­xi­tät gemes­sen wer­den? Die zen­tra­le Auf­ga­be ist es, 5–6 kom­ple­xe Inter­ven­tio­nen aus der Ver­sor­gungs­rea­li­tät zu iden­ti­fi­zie­ren, sys­te­ma­tisch zu ana­ly­sie­ren und zu erar­bei­ten, wie die­ser Kom­ple­xi­tät im Rah­men der Eva­lua­ti­on Rech­nung getra­gen wur­de.

Betreu­ung: Kat­rin Doc­ter

Mas­ter­ar­beit im Bereich „Betrieb­li­che Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesund­heits­ma­nage­ment“

In Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Gesell­schaft für Arbeits­me­di­zin und Umwelt­me­di­zin e.V. (DGAUM) bie­ten wir ver­schie­de­ne Mas­ter­ar­bei­ten in dem The­men­be­reich „Betrieb­li­che Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesund­heits­ma­nage­ment“ an. Ihre Mas­ter­ar­beit ist Teil des Pro­jekts „Gesund arbei­ten in Thü­rin­gen (GAIT)“. Bei dem Pro­jekt han­delt es sich um ein Modell­vor­ha­ben zur betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung (§ 20g SGB V). Ziel des Modell­vor­ha­bens ist die Ver­bes­se­rung der Betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung (BGF) und des Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments (BGM) in länd­li­chen und struk­tur­schwä­che­ren Regio­nen unter Berück­sich­ti­gung des natio­na­len Gesund­heits­ziels „Gesund leben und arbei­ten“. Im Mit­tel­punkt des Modell­vor­ha­bens steht die betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung in klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men (KMU). Es gilt Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, um flä­chen­de­ckend Beschäf­tig­te und Betrie­be bes­ser und nach­hal­tig mit arbeits­me­di­zi­ni­schen Ange­bo­ten zu ver­sor­gen. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt fin­den Sie auf der GAIT-Home­page (http://www.gesund-arbeiten-in-thueringen.de/) bzw. der Inter­net­prä­senz der Deut­schen Gesell­schaft für Arbeits­me­di­zin und Umwelt­me­di­zin e. V. (https://www.dgaum.de/praevention/). Wenn Sie Inter­es­se an der Bear­bei­tung eines The­mas in dem Bereich haben, set­zen Sie sich bit­te direkt mit Frau Dr. Amler (amler@dgaum.de bzw. tele­fo­nisch unter 09131–85-26977) in Ver­bin­dung. Vor­kennt­nis­se im Bereich der qua­li­ta­ti­ven Sozi­al­for­schung bzw. des betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments sind von Vor­teil, aber kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung.

Betreu­ung: Nad­ja Amler